1. Chemische Zusammensetzung der Nickellegierung 201 (Gew.-%):
Ni ≥ 99 %, C ≤ 0,02 %, Cu ≤ 0,25 %, Si ≤ 0,3 %, Mn ≤ 0,35 %, S ≤ 0,01 %, Fe ≤ 0,4 %, Cr ≤ 0,2 %
2. Verarbeitungseigenschaften der Nickellegierung 201:
Kaltverformung: Die Kaltverfestigungsrate ist relativ gering, und die Bearbeitung ist mit Standardwerkzeugen einfach. Bei großen Umformgraden ist jedoch ein Zwischenglühen erforderlich, um die Plastizität wiederherzustellen.
Warmumformung: Der empfohlene Temperaturbereich für das Warmschmieden liegt zwischen 870 und 1230 °C. Es können herkömmliche Verfahren wie WIG und MIG angewendet werden.
Bearbeitung: Das Material ist relativ weich und klebrig, daher werden Werkzeuge aus Schnellarbeitsstahl empfohlen.
3. Wärmebehandlungsverfahren für Nickellegierung 201
Wärmebehandlungsverfahren für Bleche, Streifen und Folien:
(1) Glühen (Zwischen-/Fertigprodukt); Typische Temperaturparameter: 700-900°C, Zweck: Beseitigung der Kaltverfestigung und Wiederherstellung der Plastizität.
(2) Lösungsglühen: Typische Temperaturparameter: 950-1205 °C. Zweck: Optimierung der Struktur und Verbesserung der Korrosionsbeständigkeit.
Wärmebehandlungsverfahren für Stäbe, Drähte und Filamente:
(1) Glühen; Typische Temperaturprozessparameter: 700-900°C, Zweck: Spannungsabbau und Leistungsoptimierung.
(2) Lösungsglühen: Typische Temperaturparameter: 600-750°C. Zweck: Reduzierung von Eigenspannungen und Verhinderung von Verformungen und Rissen.
Hinweis: Aufgrund des extrem niedrigen Kohlenstoffgehalts von Ni201 sollte die Glühtemperatur etwa 30-55°C niedriger sein als die von Ni200, oder die Haltezeit sollte entsprechend verkürzt werden, um übermäßiges Kornwachstum zu vermeiden.
4. Anwendungsgebiete der Nickellegierung 201:
Chemische und Alkaliindustrie: Chemische Reaktoren und Wärmetauscher, Anlagen zur Herstellung von Natronlauge, Anlagen zur Herstellung von organischen/anorganischen Chloriden und Fluoriden, Katalysatorregeneratoren.
Lebensmittelverarbeitung und Pharmazie: Anlagen zur Lebensmittelverarbeitung, Salzraffinerieanlagen, Reaktoren und Trockner in der pharmazeutischen Industrie.
Elektronik und Elektrotechnik: Elektronische Bauteile, magnetostriktive Bauelemente, hochreine Drähte. Luft- und Raumfahrt sowie High-End-Fertigung: Luft- und Raumfahrtkomponenten, Raketenkomponenten, Kernreaktorkomponenten.